Ulrichs Blog

einfache Gedanken zum täglichen Irrsinn

Doping 3. Teil, das Geständnis

Eigentlich dope ich ja auch. Zumindest nach meinem Verständnis. Nun ich gewinn halt keine Medaille oder eine Tour, aber ich lauf halt sehr gerne. In der weiteren Folge ergeben sich einige Aspekte:

Einerseits lebe ich nicht vom Laufen, sondern von meinem Job. Als Selbständiger muß ich mich da nach meinen Auftraggebern und Klienten richten, muß also oft kurzfristig auf den Punkt verfügbar sein. Da hilft Kaffee manchmal ganz gut, Kaffee oder auch eins dieser unzähligen Energie-Dosengetränke aus dem Supermarkt. Oder ähnliches.

Nun, in meinen Augen ist das schon Doping, weil es den Körper aufputscht. Ich nehme es halt nicht zum Sport selber, sondern nachher, zum Geldverdienen. Was ja bei einem Profisportler auch nichts anderes als Training ist.

Andererseits suche ich auch nach Möglichkeiten in der Ernährung, um meine Regenerationszeit zu verkürzen. OK, rotes Fleisch ist sicher noch kein Doping, da sind mir auch die Hormone egal, die bei der Mast verwendet wurden, solange der Eisenwert stimmt, ich werd ja nicht getestet 😉

Aber wenn ich Kapseln mt der Aufschrift BCAA in Bodybuildershops kaufe, die dann nach dem Laufen schlucke um schneller zu regenerieren, so ist das sicher schon weit jenseits der Grenze, die ich für mich persönlich anlegen müßte, wäre ich ein Dopingjäger. Magnesium aus der Apotheke? Kein Problem, ebenso wie Eisensubstitute und diverse Salben und Vitaminbrausen (die zumindest früher, jetzt nicht mehr, ist doch zu künstlich)

Wirklich absurd wird es ja bei unseren aktuellen Spitzenmarathonläufern. Die eine, eine Ärztin rennt ihre Zeiten und erzählt im Ziel von ihren Schmerzmitteln, der andere genießt die Vorteile von Antibiotika und ebenfalls Schmerzmitteln und erwähnt dies öfters ganz nebensächlich in seinen Interviews. Schon cool diese Vorbildwirkung.

Wieso sollten wir, die Hobbywappler im Marathon dann nicht auch ein bisserl? Wenn ja doch scheinbar alle…., und es wird schon was helfen? Oder? Wird schon nicht so bös sein wenn ja eh alle andern auch……

Manche, meinereiner beispielsweise ist halt ein bisserl zu unbeholfen, zu feig, zu naiv. Ich lebe gern, ich bin gern halbwegs authentisch. Ich bin gern ich. Daher spare ich mir alle wirklich unnötigen Chemischen Beigaben, bzw freue mich, dass so manche pharmakologischen Tricks noch nicht nötig sind 😉 , doch da rede ich noch von mir selber.

Ach, macht ruhig, Ihr Profis. Profisport hat mit Gesundheit nichts zu tun, sondern mit Show, wie schon einmal ausgeführt, da ist wohl auch die Entrüstung über Doping Teil der Show.

Wenn wir, die Hobbyläufer zu ähnlichen Mitteln greifen wie die Vorbilder so ist das dumm. Doping? Nun nennen wir es einfach denglisch… Pimpen. ob durch Red Cow (oder so ähnlich) Jacobs Monarch, Viagra, Koks oder Epo ist egal.

Das ist halt unsere Welt…. Let´s be honest.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am August 27, 2012 von in Uncategorized.
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