Ulrichs Blog

einfache Gedanken zum täglichen Irrsinn

Schulbeginn

Bald beginnen wieder die Staus vor unserer Wohnungstür.

Und wieso heißt der Blogeintrag dann Schulbeginn?

Weil die Staus dadurch bedingt sind, dass die Eltern des wohlbetuchten Bezirks, in dem wir leben, ihre wohlgehüteten Kleinen im wohlgepolsterten SUV in die wohlgewählte Schule bringen. Nun, eh zum Wohle der Kinder. Zumindest zum Wohle jener Kinder, die drinnen im Wagen sitzen, also der eigenen. Wobei, naja, auch nicht wirklich. Die könnten auch ein bisserl Bewegung vertragen, vor der Schule. Schließlich sind es ja Kinder, die sollten ja hie und da laufen und springen, nicht nur sitzen. Aber dazu haben wir ja die Schulen. Die sollen schon dafür sorgen. Mit den beiden Turnstunden in der Woche. Wozu gibts denn Schulgeld. Man kann sich ja nicht um alles kümmern.

Und schließlich, solang die anderen Eltern ihre Kinder mit dem Auto, mit so einem fetten SUV in die Schule bringen, ist es ja für MEIN Kind zu gefährlich, hinzugehen. Da könnt ja ein Unfall passieren. Wie schnell das geht, weiß man ja. So ein Reh, oder ein Wildschwein ist schnell abgeschossen – mit der Stoßstange freilich – und die sind größer als ein Kind, teilweise zumindest, meistens auch schwerer, also zumindest ein Wildschwein, meistens…

Naja, selber hat man ja hoffentlich eh nur ein Wildschwein am Gewissen, genau nachgeschaut hat man halt damals nicht, war ja Nacht im Wald und ein bisserl Angst war auch dabei. Na wird schon ein Tier gewesen sein…

Wie also könnte man verantworten, das eigene Kind den Gefahren auszusetzen, die man selber schafft, indem man mit dem SUV vor der Schule herum kurvt. Soll das Kind denn gehen? Wenn die Eltern selber seit Jahren nur noch im Auto und auf der Couch sitzen, warum soll dann das Kind nicht auch? Gesund.. aber ich bitte Sie, schon Churchill sagte „No Sports“ (wobei ebendieser in jungen Jahren durchaus sportlich als Fechter, Schütze, Reiter und Polospieler unterwegs war).

Also bitte, ein bisserl mehr Engagement, traut den Schülern ein paar Meter zu, Elternvereine, besprecht Euch, verzichtet auf die Autos und begleitet die Kinder wenn möglich zu Fuß. Manche Eltern tun dies, nicht aus Armut sondern aus Mut und Freude an der Bewegung. Die Kinder werden es danken!

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am August 27, 2012 von in Gedanken und getaggt mit , , , , , , , , .
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