Ulrichs Blog

einfache Gedanken zum täglichen Irrsinn

Diese Stille beim Marathon

Wenn ich bei einem Marathon starte, so geht es nur sehr selten um wirkliche Verbesserungen meiner Bestzeit. Da hat mich die Vergangenheit gelehrt, dass zu viel schief gehen kann. Wetter, falsches Essen, ein falscher Schritt aus dem Hotel, der gleich zu einer Zerrung führen kann, die Gründe sind Legion.
Die Motivation ist eine gänzlich andere.
Früher gönnte ich mir die eine oder andere Reise, jetzt . . . auch, nur eben nicht mehr in fremde Länder, sondern vielmehr in mich selber.
Die Verwandlung, welche der eigene Körper wie auch der Geist innerhalb jener 42195 Meter erlebt ist ebenso faszinierend wie die australische Wüste, so mancher Zieleinlauf gleicht einem Hawaiianischen Regenbogen. Startet man in bester Erwartung, geniesst die ersten 20 Kilometer, so wird es dann irgendwann – manchmal zumindest – still. Alleine mit sich selber unternimmt der Marathonläufer dann die Reise in den inneren Kampf.  Natürlich manchmal mit Schmerzen verbunden, aber wie einoft gesehenes Anfeuerungsschild sagt: NIEMAND HAT GESAGT, ES WÄRE EINFACH

Und irgendwie ist es das, was ich suche. Diese Stille in mir, die Sicherheit für 42 Kilometer nur rund im Kopf zu haben, die nächste kurve, die nächsten Meter. Alles wird so rein und klar, eine Rückbesinnung auf … Worauf?
Wahrscheinlich ist Meditation vergleichbar. Dazu fahren manche nach Indien, ich nehme mir eine Startnummer und laufe Marathon.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Oktober 30, 2012 von in Uncategorized und getaggt mit , , , , , , .
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