Ulrichs Blog

einfache Gedanken zum täglichen Irrsinn

Offener Brief an Don GEA

Lieber Heini!

Dein Editorial im neuen GEA-Katalog ist genial geschrieben, die Naivität des Genies, die Kraft des  Revoluzzers kommt klar zur Geltung.

Da komm ich mir ja richtig reaktionär vor, ein lustiger Gedanke..

Ich dachte mir, dass ich meinen kleinen Blog nutze, meine diesbezüglichen Gedanken in einem offenen Brief breitzutreten, ich schreib halt so gern 😉

Also: kurz zu mir, ich war teilweise, in meinem allerersten Job auch Teil des Finanzsystems, als Jurist einer prominenten Großbank in Wien. Nun, hätt ich den Job spannend gefunden, ich würd ihn sicher noch machen, die Entlohnung war aber nicht der Sinnleere angemessen, da hätte sie unendlich sein müssen. Ich war es nicht und werde es nie sein: ein Banker. Aber ich war im System dabei, ahne daher ein wenig, wie es funktioniert.

Auf der anderen Seite bin ich schlicht ein Fan der GEA Philosophie, bin begeistert von Phönix, Wilderer, Jaga und den anderen genialen Produkten. Nicht zuletzt, nein eigentlich müsste es an erster Stelle stehen, ist ein wesentlicher Faktor Eurer Shops die Stimmung die BeraterInnen wie auch Kunden ausstrahlen. Es ist einfach relaxter als in anderen Konsumtempeln. Danke dafür.

OK, was ich eigentlich sagen möchte: Es ist zwar verständlich und menschlich charmant, sich gegen die Windmühlen der FMA aufzulehnen, der Waldviertler Schlachtesel ist sicher gut gewappnet um mit Don GEA in die Schlacht zu ziehen. Doch ist hierfür eine gute Vorbereitung unumgänglich, will man nicht nur als Heini von der traurigen Gestalt, sondern als erfolgreicher Revoluzzer in die Geschichte eingehen.  Wir, die wir gerne unser Umfeld einen kleinen Schritt weiterbringen wollen, müssen erst einmal auch das System, das wir verändern wollen kennen. Wissen, dass wir nicht Untertanen sind, sondern mündige Bürger, die aufgerufen sind, mit adäquaten Werkzeugen Verbesserungen herbeizuführen. Adäquat müssen sie sein. Es bring schlicht nichts, gegen die FMA zu wettern, die sich die Gesetze nicht ausgesucht hat, nach deren Befehl sie arbeitet. Kennt man die Regeln, so kann man mit ihnen spielen, kann das passende erreichen. Ich unterstelle Dir nicht, hier etwas zu inszenieren, nein Dein Engagement ist ehrlich und bewundernswert.

Ich verfolge die Geschichte gespannt, es geht auch um meine Sonnengutscheine, auch ich unterstütze Deine Ideen finanziell nicht nur mit dem Kauf der Schuhe. Ich hoffe als Mensch und als Kunde, dass GEA weiterbesteht. Als Jurist und Mediator hoffe ich auf eine vernünftige Lösung. Nachdem Du Dich in den Argumenten nicht an strenge gesetzliche Vorschriften, sondern an Moral und Emotion gebunden fühlst freue Dich: Bleib dem Ziel treu und adaptiere die Mittel. Wär schön, wenn Don GEA in der Neuauflage des Windmühlenkampfes erfolgreich siegt.

 

 

Lange Zeit nach diesem Text habe ich ihn nun wieder einmal gelesen und … ach, lag ich falsch. Don Heini wurde auf Rosinante zum Vorreiter. Bravo dafür, irgendwie hat das was vorbildhaftes. Freilich lösche ich meinen Text dennoch nicht, gerade die Entwicklung ist ja spannend.

Dennoch

 

Nachdem ich die Schlagzeilen der folgenden Wochen mit Interesse verfolgt hatte, war schließlich eine Fortsetzung logisch

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2 Kommentare zu “Offener Brief an Don GEA

  1. Pingback: Don GEA, Fortsetzung meines Briefes | Ulrichs Blog

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Januar 18, 2013 von in Gedanken und getaggt mit , , , .
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