Ulrichs Blog

einfache Gedanken zum täglichen Irrsinn

die Lehren aus der Verletzungszeit

Verletzt, was nun?

Laufen macht Spaß, Laufen ist Lebensfreude!

Was aber, wenn eine Verletzung unser Hobby behindert, wenn wir von einem Tag auf den anderen (hoffentlich nur vorübergehend) die doppelte Zeit brauchen, um von der Wohnungstüre zum Supermarkt zu kommen, wenn das Knie schmerzt oder die Bandscheiben für Schmerzen in ungeahnter Intensität sorgen? War´s das dann mit der Lebensfreude?

Ihr Autor ist ein leidenschaftlicher Läufer, ich liebe das Gefühl, die Kilometer auf diversen Strecken abzuspulen, sei es die flachen Tempopassagen der Donauinsel, oder auch die Steilheit der Koralpe. Jeder Schritt ist einzigartig, jeder Meter ein Dank an den Körper, der mir dieses ermöglicht. Der Geist wird frei, die Konzentration gilt ausschließlich dem Moment, nicht den sonstigen Sorgen der Welt. Ja, das ist mein Hobby, das ist meine Freude.

Dann aber kam die Diagnose eines Ödems, gepaart mit einer Zerrung. Mehr oder weniger sporterfahrene Doktoren sprachen weise von natürlichen Abnützungen bei einem Läufer. Ich bräuchte mich  also gar nicht wundern, selber schuld, wenn ich so lang schon laufe.
DANKE vielmals, das war nun nicht, was ich  brauchte. Im ersten Frust hoffte ich auf Alternativmeinungen, doch ließ ein kurzes Hineinlauschen in meinen Körper bald erkennen, dass ein stures Festhalten an meinen Zielen wohl einem lauftechnischen Harakiri gleich zu stellen gewesen wären. Nein, ich entschloss mich zu pausieren. Schließlich sollte es ja auch noch anderes geben, als die wöchentliche Kilometerabrechnung.

Ich  entdeckte mich teilweise wieder einmal neu, konzentrierte mich auf jene verschüttet geglaubten Interessen, deren Ausführung ich sonst aus Zeitgründen in ferne Zukunft verschoben hatte. Berufliche Ideen sprossen wie von selbst aus meinen Fingern und fanden so den Weg auf meine Homepage, liegengebliebene Bücher las ich mit richtiggehender Gier. Auch die Ernährung konnte ich an die neuen Gegebenheiten anpassen, ein paar Fitnessübungen waren schnell aus den Weiten des allwissenden Webs gelernt. Ich hatte einen richtigen Aufholbedarf, jene Hobbies und Interessen wieder einmal zu leben, die in laufintensiven Monaten sonst brach lagen.

Nicht, dass ich den Wiedereinstieg ins Laufen nicht genossen hätte, nicht dass Ihr mich da falsch versteht. Nein, ich  strahle über beide Ohren, wenn ich wieder in jene Bereiche komme, die mir die Schmerzen vor Monaten verboten hatten. Aber ich strahle auch, weil ich weiß, was alles möglich ist. In den Laufschuhen aber auch ohne sie.

Laufen ist ein wunderschönes Hobby, eins der besten von allen.

Es gibt aber auch noch anderes.

Das habe ich gelernt und freue mich, wenn ich wieder auf meinen Strecken unterwegs bin.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am August 5, 2013 von in Gedanken, zum Sport und getaggt mit , , , .
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