Ulrichs Blog

einfache Gedanken zum täglichen Irrsinn

eines Tages beim Spar im 19.

Leider..

Meistens ärgere ich mich ja, wenn ich wieder mal nicht die Gosch´n halten konnte, mir wieder mal Probleme eingehandelt habe, weil ich mich für andere eingesetzt habe und mich einmischen mußte. Diesmal war ich so baff, dass ich es schlicht nicht tat:

Beim Spar in der Sieveringer Strasse (nicht dass die Adresse was zur Sache täte, oder vielleicht doch…, wer weiß) brüllt ein Kunde eine Angestellte mit tiefsten Beleidigungen an. NIcht nur einmal, nein, über eine Minute. Sie hätte ihn angehustet. Ich schaue nur völlig entgeistert, wende mich nachher der Dame zu und entschuldige mich  im Namen aller anderer Kunden für das unbeschreibliche Benehmen dieses Volltrottels.

Ja, ich schäme mich, dass ich  geschwiegen habe, ich ärgere mich und verstehe es nicht.

Aber, was mich zumindest so schockiert, wie meine eigene Erstarrung war die Tatsache, dass sich ähnliches scheinbar grad in jenen Strassenzügen, in jenen Grätzeln häuft, die sich früher als „gut“ verstanden haben. Die Leute glauben offenbar, dass sie aufgrund ihrer Herkunft, ihres Geldes, ihres Suffs  (sorry, ich meinte SUV´s..) zu einer besseren Klasse gehören würden.

War da nicht einmal was mit Höflichkeit, mit Stil und Takt. Tacktvolles Benehmen meine ich, der eine Schritt zurück, wenn eine Dame neben mir aus der U-Bahn aussteigen will, das Aufhalten der Tür dem Nächsten gegenüber oder ähnliches.
Ich weiß nicht, ich hab das damals anders gelernt, ich hab noch was von Rücksichtnahme, Taktgefühl und dem „guten Benehmen“ gelernt. Zuhause damals.

Aber, OK, was erwarten wir? Wenn die Institution, die Generationen fürs gute Benehmen zuständig war, jetzt Kaugummiwerbung macht und in allen unmöglichen Fernsehshows den Kasperl gibt? Ist das die Erklärung für das Benehmen dieses …….. (eine entsprechende Titulierung zu verwenden verbietet mir die Erinnerung an meine Eltern und Großeltern)

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Ein Kommentar zu “eines Tages beim Spar im 19.

  1. Ingrid Vallant
    September 25, 2013

    Wie recht du leider hast. Selbst als hochschwangere musste ich mir einen Sitzplatz in den Öffis immer hart erkämpfen. Von Höfflichkeit und Mitgefühl keine Spur…

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am August 28, 2013 von in Gedanken und getaggt mit , , , , , .
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