Ulrichs Blog

einfache Gedanken zum täglichen Irrsinn

ein Hoch auf die Füllfeder

Anlässlich eines interessanten Artikels im Standard kam ich gedanklich und darauffolgend auch bloggend ins Schwärmen. Der Artikel behandelte …. alte Füllfedern.

Nicht, dass ich da eine tolle Sammlung hätte, nein. Ich mag einfach das Gefühl, mit einer schönen, breiten Feder zu schreiben. Am besten ein Gedicht. Ja, ein Gedicht mit einer gut in der Hand liegenden Füllfeder mit einer breiten Feder, das hat was.

Ganz schön anachronistisch, finde ich. Wozu gibt´s Notebooks, wozu Tastaturen?

Nun, weil einfach die Notwendigkeit der Uniformität angenommen wird.

In meiner Klaue wollt ich auch keine zu langen offiziellen Stellungnahmen abgeben, könnte wohl kaum was Wichtiges aus der Hand geben. … Und doch, und doch hat ein Brief der von Hand und Füllfeder  geschrieben wurde ein besonderes Flair. Er ehrt den Empfänger, da ist was dahinter.

Die Worte werden anders gewählt, der Schreiber überlegt sich gründlich, welche Formulierungen er verwendet, erst dann beginnt er.

Und am Ende schließt er, unterschreibt. Setzt seinen Namen darunter. Es ist so viel mehr als stupid anmutendes Einhämmern auf eine Tastatur, es ist ein Werk, angefertigt durch die Hand des Autors, geformt durch die Feder, erstellt auf dem Papier.

All das ist eine Aussage, ein Statement, ein Kompliment.

Leider ein seltenes.

Weils paßt.. ein Link zur Wiener Füllfeder Werkstätte

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Ein Kommentar zu “ein Hoch auf die Füllfeder

  1. ulrichsblog
    Januar 21, 2015

    Hat dies auf Ulrichs Blog rebloggt und kommentierte:

    Ach, es ist ja wahrlich nicht einfach, wenn man auf diese altmodischen Federn steht. Nein, ein Kugelschreiber, ein Tablet ist so weit angesagter (ach.. wie ich dieses Wort liebe :D) und 10 wundgetippte Fingerkuppen sind immer das beste Erkennungszeichen für Produktivität. Heute wirkt es zumindest so.
    Ich muß aber gestehen, ich schreib ja liebend gern mit Füllfedern, habe mir sogar auch einmal eine MontBlanc gegönnt. Nach vielen vielen vollgeschriebenen Seiten aber.. eine unbedachte Bewegung, ein unbedachter Schritt und die Feder zerbrach am Schaft. Wer hilft? Die einmal schon erwähte Füllfederwerkstätte hatte es versucht, doch.. meine Feder war schlicht zu jung, dass der Maestro sie in Augenschein genommen hätte.
    Was blieb mir anderes, als mich auf den Graben zum MontBlanc Shop zu wagen. Ehrlich gesagt, war ich erst unsicher, da ich nicht nur rein positive Schilderungen mit diesem Geschäft verband. Doch.. weit weit gefehlt!
    Freundliche Berater zeigten sich bemüht und engagiert, mir zu helfen. Im Endeffekt wurde auch völlig unproblematisch innerhalb von 5 Minuten der Federschaft gewechselt. Keine Rede von „selber schuld“ oder „zu alt“.
    Im Gegenteil! Wir konnten noch über alte Federn bis hin zu schönen Automatikuhren fachsimpeln, ja, ich habe es genossen.
    Ich empfehle diesen Shop.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am September 26, 2013 von in Gedanken und getaggt mit , , , , .
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