Ulrichs Blog

einfache Gedanken zum täglichen Irrsinn

Alle Jahre wieder

Es naht der Wiener Marathon
Es gab schon einige davon

Für viele alt, für and’re neu
So mancher startet noch ganz scheu

In dieses große Abenteuer
Schau’n wir wie es wird nun heuer

Der Start ist bei vereint Nationen
wo die guten Vorsätz wohnen

Am Praterstern ein Riesenhaufen
schnell ist´s vorbei mit frei-Bahn-Laufen

Doch dann schon bald im Prater breit
fühlt der Schritt sich fast befreit

Ein kleines Schluckerl auf die Schnelle
nimmt mancher an der Labestelle

Dann geht es weiter in der Masse
zum erst´ Mal auf der Schüttelstrasse

Der Ring zum ersten mal erklommen
Ein zweites Mal wirst hin Du kommen

Doch erst zweigst ab, Du folgst der Linken
Am Naschmarkt gäb’s gar köstlich Schinken

Es folgt die Wienzeil auf der Strecke,
ist fad, man fühlt sich gleich der Schnecke

Auch wenn dann rauf Schönbrunn´ Allee
Und endlich die Mahü dann seh

Bald geht es hier sehr fröhlich runter
Im besten Fall sind Haxln munter

Die halbe Streck ist gleich vorbei
Jetzt endlich ist die Bahn mir frei

Die Liechtenstein und Alserbach
macht keinesfalls die Beine schwach

Bist gut trainiert, wirst Du verzücken
Läufst locker über Friedensbrücken

Die Donaustrass wird bald verlass´n
die Streck führt über d´ Praterstrass´n

und schon, so mancher hört´s nicht gern,
schon wieder auf den Praterstern.

Jetzt wird es sich etwas zieh´n
endlos bist im Prater drin

Du dankst für Schatten hier den Bäumen
sie allein die Strecke säumen

Doch hörst im Prater in dich rein
hast Körndl noch, dann wird es fein

Doch bist Du leer und ohne Kraft
wird es zwar schwer, doch auch geschafft

Jetzt schleppt Dich raus des Kampfes Wille
selbst wenn in Deinem Ofen Stille

Du lässt Dich tragen von der Strecke
damit sie doch in Dir noch wecke

Die Freud für jene letzten Meter
die sicher kommen, bald, ja später

Du quälst dich rauf des Franzens Brücke
an der Labe dann entzücke!

Beim Ministerium magst krepieren
und krabbelst schon auf allen Vieren

Den Wienfluß rennst Du kurz entlang
man merkt es schon an Deinem Gang

Bist richtig gut nun aufgewärmt
und lächelst völlig unverhärmt

Du hast nur noch 2 Kilometer
Dein Schweinehund, jö schau. . Da geht er

Nun freu dich auf den schönsten Teil
wenn auch nur für kurze Weil

Du grüßt dann kurz noch Schiller, Goethe
schon bist am Ende Deiner Nöte

Die letzten Meter, früher fein
Musst du jetzt in einen Käfig rein

Nach rechts ins Tor, jetzt schon ins Ziel
womit ich hiermit enden will

„Nie mehr mach ich diese Qual!“
Hört man der Mauern Widerhall

Doch kommt man nicht so einfach los….
Was ist das bloß?

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am März 24, 2015 von in Gedicht, Gedichte, zum Sport und getaggt mit , , , , .
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