Ulrichs Blog

einfache Gedanken zum täglichen Irrsinn

zur Matura

Meine ist ja schon eine Zeit lang (also 26 Jahre) her, dennoch habe ich mir meine Maturaunterlagen, die wir einmal anläßlich eines Maturatreffens bekommen haben, wieder einmal angesehen. in Deutsch, Englisch, Latein und Mathematik.

Ach, ich bin wirklich froh, dass zu meiner Zeit die Zentralmatura nur ein unverständlicher Nebenaspekt im Unterricht war. Ja wir lernten damals in Französisch drüber, das war´s aber dann auch schon wieder.

Wir lernten nicht für die Matura, sondern waren durch den normalen Unterricht gut vorbereitet. Klar, unsere Profs gestalteten auch die Maturafragen, daher war eine gewissen Nähe zum Unterrichtsstoff auch gegeben.

Dennoch zeigt sich im Abstand von 26 Jahren erst die Weitsicht unserer Professoren, insbesondere jener Ausgabe, die uns in Englisch unterrichtete. Wir sollten damals aus der Sicht eines damaligen Mitgliedsstaates und auch aus der österreichischen Sicht die Vor und Nachteile eines Beitritts zu den Europäischen Gemeinschaften (ja so hieß das damals) darlegen. „Europhoria versus Europhobia“ war der Titel. Nun wirkt so, als wär das Thema ein Dauerbrenner. ich wählte damals allerdings ein anderes Thema, und zwar die Aussage, dass der Krieg der Vater aller Dinge wäre. (erschien mir damals leichter 😉 )

Die Möglichkeit ein Thema auch im Rahmen der 7. oder 8. Klasse eingehend zu behandeln und dann als Maturaaufgabe zu stellen gefiel mir einfach weitaus besser, als die derzeitige Variante. Mit dem angstvollen Blick auf Negativschlagzeilen werden Minimalstandards gesetzt, die einen kreativen Unterricht hintan halten. Schade.

Unser damaliger Lateinprof konnte in manchen von uns auch die Leidenschaft für sein Fach (zumindest ansatzweise) entfachen. Mir legte er damals die via regia (OK, der Ausdruck kommt von Freud 😉 ) ins Versmaß, als wir Ovid und Catull übersetzten.

ach.. sagen wir einmal so: ich litt zwar in der Schulzeit aufgrund meiner Internatskollegen ziemlich, dennoch aber waren einige der Professoren im Lehrkörper ausgezeichnete Beispiele ihrer Spezies. Manche, nicht alle. Aber eben doch manche.

 

 

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Mai 7, 2015 von in Gedanken und getaggt mit , , , .
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