Ulrichs Blog

einfache Gedanken zum täglichen Irrsinn

an Jedermann gedichtet

Ein Dank sei weiland Hofmannsthal
der schrieb dem Tod, der stark und fahl

Und Gnade kannt´ so gänzlich keine
ein Weltstück auf die blank Gebeine.

Der Knochenmann war diesmal Frau
sie rief den Jedermann beim Feste

Und jener wusst´ einst bald genau
dass ihn verlassen würd sei´ Beste.

Ja, der reiche Mann hatt´ Gold
er leist´ sich Maßanzüge nur,

war guten Taten doch nicht hold
mied standhaft auch der Treue Schwur.

Nein, er warf in einen Turm
den Nachbarn, der ihm Zinsen schuldet,

wird später noch zum zitternd Wurm
den Glaub´ an ihrer Seit dann duldet.

Ja, es ist ein groß´ Theater
dass jährlich unser Herz erfrischt

Doch Freud gilt nicht dem himmlisch Vater
vielmehr den Speisen aufgetischt.

Denn nach dem donnernd Schlussapplaus
vergessen wir die guten Taten

und strömen schnell zur Kirch hinaus
Weil Wein und Sekt schon auf uns warten.

Der Jedermann bleibt stumm zurück
war das das Sinn, von jenem Stück?

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am August 6, 2017 von in Gedicht und getaggt mit , , , , , .
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