Ulrichs Blog

einfache Gedanken zum täglichen Irrsinn

Rede zur Eröffnungsfeier Vinzidorf Wien

Als Obmann des Vinzidorfes Wien durfte ich anläßlich der Eröffnungsfeier am 15.11.18 die folgende Rede halten:

 

SG Exzellenz!
Lieber Wolfgang!

Sehr geehrte Damen und Herren!

Liebe Menschen!

Ich darf mich mit Dankesworten an Sie wenden und sollte wahrscheinlich im Namen der Vinzigemeinschaft sprechen. Ja, das werde ich sofort machen, aber bitte gestatten Sie mir, mich erst im eigenen Namen zu bedanken!

In den letzten Jahren war es für mich persönlich nicht immer einfach, nicht zum Zyniker zu werden, zu vieles ist geschehen, das mir die Hoffnung auf eine humanistisch-christliche Zukunft in weite Ferne zu rücken schien.

Dann durfte ich gemeinsam mit meiner Frau Jonny kennenlernen.

Jonny lebte zu diesem Zeitpunkt an der Ecke Heiligenstädter Straße/ Rampengasse, aber nicht im dortigen Haus, sondern viel mehr an der dortigen Straßenecke. Er schlief unter der Brücke und saß jeden Morgen mit einem breiten Lächeln auf den Stufen und begrüße uns beim morgendlichen Lauftraining ebenso, wie auch all jene Hundertschaften, die den Weg zum BFI nahmen. Stellen Sie sich das einmal vor: Dunkel, Kalt… und ein freundlicher Mensch. Jonny wurde zu einem Licht im Nebel und so nebenbei auch zum zentralen Thema eines Gedichtbandes..

Wir unterhielten uns mit ihm, unterstützen ihn ein wenig, holten ihn zu uns, halfen ihm so gut wir konnten über den Winter.

Leider…Wie es so kommt, eines Tages war er nicht mehr da, eine Baustellenhütte stand plötzlich unmittelbar vor seiner Brücke, er war weg, ich habe ihn bis heute nicht mehr gesehen.

Dafür aber habe ich gesehen, dass es Hoffnung gibt, danke dafür!

Es gibt Hoffnung, weil so viele Menschen denen ich von Jonny und auch in weiterer Folge vom Vinzidorf erzählt habe plötzlich helfen wollten. Sie spendeten Kleidung, auch Geld, Essen und Zeit.

Es gibt Gutes in uns allen, wir brauchen nur jene, die es in uns wecken.

Daher möchte ich neben Jonny auch Dir, Christine danken! Du hast mich damals gefragt, ob ich die Obmannschaft übernehmen möchte und mich somit herausgefordert. Danke dafür!

Aber eigentlich geht ja nicht um mich… es geht um so viel mehr!

Es geht um das ganze Projektteam, die ihr in den letzten Jahren so viele Stunden, Tage, Wochen in die Vinzi-Idee investiert habt, gegen jede Wahrscheinlichkeit, aber mit Überzeugung. Danke auch insbesondere an Herrn Architekt Mag. Alexander Hagner für seine Planung! Danke an all jene, die in so mühevoller Arbeit all dieses haben hier entstehen lassen!

Meine lieben Vorstandskollegen, Christine, Ulrike, Fanny und Erich: Danke einerseits für Euer Vertrauen, das ihr in der Wahl zum Obmann erwiesen habt, aber noch viel mehr Danke für all jene bisherige Arbeit und darüber hinaus für alle noch zu folgenden Stunden, die wir gemeinsam für die Vinzenzgemeinschaft und das Vinzidorf Wien zusammenarbeiten werden.

Seit ich bei der Vinzenzgemeinschaft dabei sein darf, staune ich ja auch insbesondere über Dich, Regine! Deine Arbeit, Deine unermüdliche Anstrengung die Windmühlen des Don Quijote in Rückenwindventilatoren zu verwandeln, Danke dafür!

Du hast auch all unseren vielen Sponsoren gedankt, bitte verzeihen Sie, dass ich nicht noch einmal alle Namen wiederhole, Regine, das Zeitbudget, das Du mir für meine Rede gegeben hast, ist schlicht zu eng 😉

Ich freue mich auch besonders, dass wir Dich, Stefan Ohmacht für den Posten des Leiters unseres Dorfes gewinnen konnten!

Was aber wäre die heutige Dankesrede ohne den Namen Wolfgang Pucher?

Wolfgang, Du bist das Herz der Vinzenzgemeinschaft, ihre Lunge und ihre Seele!

Danke für Deine Inakzeptanz aller Hindernisse, Danke dafür, dass für Dich ein NEIN schlicht nicht existiert.

Das Vinzidorf wird heute in wenigen Minuten auch seinen Segen von Weihbischof Dr. Scharl erhalten, auch hierfür, Exzellenz vielen herzlichen Dank!

 

Oftmals hören wir im Alltag das Wort „WÜRDE“.

Ja ich würde so gerne, ich würde gern spenden, abnehmen, mehr davon und davon machen.

WÜRDE ist zum Konjunktiv verkommen.

Doch nicht in der Hetzendorferstrasse 177, hier ist WÜRDE Indikativ und schichte TATSACHE!

 

 

 

 

 

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Januar 17, 2019 von in vinzidorf und getaggt mit , , , , , , , , , , , , , .
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